Fallstudie

SNOCKS: Amazon in 5 Ländern, Preisänderung in einem Eintrag statt 170 Stunden

Wie SNOCKS Angebote, Bestände und Bestellungen auf Amazon in fünf Ländern automatisiert hat: FBA und FBM über eine Anbindung, dazu Prime durch Verkäufer.

Luis Schreiber

Luis Schreiber · Gründer von Unhooked

· 3 Min. Lesezeit

  • 170 Std. Handarbeit pro Preisrunde, heute ein Eintrag
  • 167.000 Einheiten über FBM, Februar bis August 2026

Ergebnisse

  • Amazon in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Polen über eine Anbindung, für FBA und FBM
  • Preise zentral über einen Subfeed: ein Eintrag statt bis zu 170 Stunden Flatfile-Arbeit
  • Zum ersten Mal Prime durch Verkäufer, mit FBM als Rückfall, wenn FBA leerläuft

Preisänderungen auf Amazon haben SNOCKS früher bis zu 170 Stunden gekostet: Handarbeit, Parent für Parent, per Flatfile. Heute ist dieselbe Änderung ein Eintrag. Dazu laufen Angebote, Bestände und Bestellungen für Amazon in fünf Ländern über eine einzige Anbindung, für FBA und FBM.

Die Ausgangslage: eine Anbindung, die immer wieder hakte

SNOCKS ist als Marke auf Shopify zu Hause, Amazon war von Anfang an dabei. Die Anbindung dazwischen machte aber immer wieder Probleme. Kein Zustand, wenn man FBM ernsthaft ausbauen will. Über uns als Partner kam SNOCKS zu Channable.

Wichtig war die Aufgabenteilung: SNOCKS wollte die Produktdaten gar nicht automatisieren. Das Team pflegt die Listings selbst per Flatfile und hat dafür die Erfahrung und die Kapazität. Unsere Aufgabe war alles, was danach passiert: Angebotsdaten, Bestände und Bestellungen zentral steuern. Für Amazon Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Polen, jeweils für FBA und FBM.

Am meisten Zeit fraßen die Preise. Jede Änderung lief pro Parent per Flatfile, mindestens eine Stunde pro Parent. Bei rund 170 Parents sind das 170 Stunden. SNOCKS ändert die Preise nicht jede Woche, die Rechnung gilt also pro Runde. Aber jede Runde kostete diese Zeit.

Die Lösung: Angebote zentral, Produktdaten beim Team

1. Angebotsdaten an einer Stelle

Ein Script zieht alle Angebotsdaten von Amazon. Dort kann das Team jede ASIN direkt bearbeiten, egal ob FBA oder FBM.

2. Channable verbindet Amazon und Shopify

Channable importiert diese Daten, ergänzt sie um die Daten aus Shopify und überträgt sie stündlich per API an Amazon. Bestände gehen von Shopify an Amazon, Bestellungen laufen in beide Richtungen, und die Kunden bekommen ihr Tracking automatisch.

3. Preise über einen Subfeed

Preise steuert das Team jetzt zentral über einen Subfeed, statt sie für jeden Marktplatz einzeln zu ändern. Vorher ging das gar nicht.

4. FBA und FBM auf derselben ASIN

Dazu kommt ein hybrider Ansatz: FBA- und FBM-SKUs auf derselben ASIN. Läuft FBA leer, greift FBM als Rückfall, und das Listing verkauft weiter. Damit fährt SNOCKS zum ersten Mal in der Firmengeschichte Prime durch Verkäufer. Ohne Middleware wäre das nicht gegangen.

Die Ergebnisse

  • Ein Eintrag statt 170 Stunden: Preise ändert das Team zentral, nicht mehr Parent für Parent per Flatfile.
  • Fünf Länder über eine Anbindung: Amazon Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Polen laufen stabil, für FBA und FBM. Polen war trotz Verzögerung in etwa zwei Wochen live.
  • Kein Handgriff im Alltag: Bestände, Bestellungen und Tracking laufen automatisch zwischen Shopify und Amazon.
  • Prime durch Verkäufer: zum ersten Mal, mit FBM als Rückfall, wenn FBA leerläuft.

Und die Größenordnung: Von Februar bis August 2026 liefen über diese Anbindung mehr als 167.000 Einheiten und knapp 4 Mio. € Umsatz über FBM. Im Februar waren es 8.400 Einheiten, im Juni 45.900. Eine Umsatzbeteiligung zahlt SNOCKS darauf nicht. Andere Tools zwacken sich davon gern ein paar Prozent ab, dieses Setup nicht.

„Luis hat unser Setup mit Shopify, Channable und Amazon aufgesetzt, sodass Bestände und Bestellungen sauber zwischen den Systemen übertragen werden. Sogar Prime durch Verkäufer bilden wir damit inzwischen sauber über Channable ab, für uns ein wichtiger Punkt. Wir sind sehr happy, sowohl fachlich als auch in der Zusammenarbeit.“

Luca Luca, Group Amazon Account Manager, SNOCKS

Was andere Brands daraus mitnehmen können

Automatisiert, was Zeit frisst, nicht alles. SNOCKS pflegt die Listings weiter selbst, weil das Team es kann. Automatisiert ist der Teil, der jede Woche Zeit kostet: Angebote, Bestände, Bestellungen und Preise.

Größe ist kein Grund gegen Automatisierung. Wer mehrere Hundert SKUs pro Land hat und noch von Hand pflegt, versinkt irgendwann im Excel-Chaos. Und wer fürchtet, dass eine Automatisierung ab einer gewissen Größe bricht: Bei SNOCKS läuft sie mit fünf Ländern, FBA und FBM und Prime durch Verkäufer.

Wie so eine Anbindung bei euch aussehen würde, steht auf unserer Amazon-Seite. Wie wir für SNOCKS die Google-Shopping-Feeds in sechs Ländern automatisiert haben, steht in einer eigenen Fallstudie. Und diese Fallstudie gibt es auch als Post auf LinkedIn.

Luis Schreiber

Luis Schreiber ist Gründer von Unhooked und Channable Gold Partner, einer von vier in Deutschland. Jede Anbindung baut er selbst, über 120 sind es inzwischen.

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